Cavalettistunden

Cavaletti-Arbeit fördert die Pferde in ihrer natürlichen Bewegung und ist viel mehr als gymnastizierendes Basistraining.

Es kräftigt die Pferde, fördert ihre Gesundheit und verbessert die Grundgangarten.

Takt, Schwung, Ausdruck und Kadenz werden schon durch das höhere energische Abfußen über den Bodenricks verbessert.

Für das Reiten über Hindernisse schult Cavaletti-Arbeit das Taxiervermögen, die Koordination und die Balance.

Bei systematischer Steigerung des Trainings erhöhen sich Fitness, Ausdauer, Reaktionsvermögen und die Geschicklichkeit des Pferdes.

Das Pferd wird zum Mitdenken, zur Aufmerksamkeit und zur Selbständigkeit erzogen.

Darüber hinaus festigt das Training über Cavalettis den Sitz des Reiters, das reiterliche Gefühl und den Blick für richtige Distanzen.

Kompliziert oder langweilig? Ganz im Gegenteil!

Cavaletti-Arbeit bringt Abwechslung in den Trainingsalltag und macht Pferden und Reitern Spaß,

ganz egal ob die Ausrichtung Dressur oder Springen heißt!

Springen lernen - die berühmten Cavalettis

So geht es:

Sie lernt wohl jeder Reitschüler im Laufe seiner “Karriere” kennen: die Cavaletti genannten kleinen Hindernisse, die nur wenige Zentimeter über dem Boden aufgebaut sind.
Dafür folgen sie dicht aufeinander und sind wirklich bestens dafür geeignet, das Pferd zu Gymnastizieren und den Reitschüler zu einem aufmerksamen Springreiter zu machen. Und das ohne Angst vor hohen Sprüngen.

Eines sollten Cavalettis oder Hindernisstangen aber auf keinen Fall: direkt auf dem Boden liegen.

Oft passiert es sogar in Reitställen, dass dies aus Faulheit, die X-Ständer aufzubauen geschieht. Tritt das Pferd auf eine Stange und diese rollt weg, ist die Verletzungsgefahr für die empfindlichen Pferdebeine enorm. Bänder und Sehnen können durch solch eine Stolperfalle extrem geschädigt werden.

Deshalb niemals einfach die Stangen auf den Boden legen!
Die niedrigste Höhe bei Cavalettis ist 10 Zentimeter, auch 25 Zentimeter eignen sich noch für die erste Anfängerübung im Trab.

Für eine solche Übung sollte Folgendes aufgebaut werden:
Drei oder vier Bodenricks, also Cavalettis, werden im Abstand von je 1,30 Metern nacheinander aufgebaut. Dabei wird eine gerade Linie gebildet.

Nun wird erst einmal wieder der leichte Sitz geübt.

Der Reiter reitet im leichten Trab über die Stangen und darf sich dabei beim Reiten über die Stangen am Hals des Pferdes abstützen.

Wenn es funktioniert, macht er dieses Abstützen bald nur noch mit einer Hand, dann ohne sich durch das Aufstützen zusätzliche Sicherheit zu geben.

Beim Reiten über Cavalettis immer darauf achten, diese gerade anzureiten. Außerdem ist es immer gut, genau die Mitte der Hindernisse anzusteuern. Denn dies wird auch später im Parcours wichtig sein - auch wenn die Profis in manchem Stechen aus den abenteuerlichsten Winkeln springen. Sie haben es ebenfalls einmal so lernen müssen…

Das Pferd sollte über dem Bodenrick seinen Hals strecken können. So hat es bessere Übersicht und Bewegungsfreiheit.

Auch am Ende der Stangenrehe sollte man noch mittig reiten, nicht seitlich abgedriftet sein. Dann geht es noch ein Stückchen gerade aus weiter.

Der Blick des Reiters sollte ebenfalls immer geradeaus gehen, nicht nach unten - dies ist einer der häufigsten Fehler. Dabei geht nämlich der ganze Oberkörper zur Seite - was über einem richtigen Sprung auch gefährlich sein kann. Also nie damit anfangen…
Am besten sucht man sich einen Punkt, der gerade vor einem liegt und auf den man schaut.

   Erst üben....      

 ....dann vorführen